Wenn es ein
echtes Laguiole werden soll, braucht es dazu das, was man schon immer zur Herstellung einer guten Klinge brauchte: extrem harten Stahl, der keinen Einsatz fürchtet..... Karbonstahl, XC 75 beispielsweise oder 440 A-Stahl, etwas zurückhaltender auch Chirurgenstahl genannt: auf der Rockwell’schen Härteskala erreicht er einen stolzen Wert von satten 57.
Außer Stahl als Rohstoff braucht es für ein Laguiole auch den Kopf (und Hände !). Einen Kopf, der sich darüber bewusst ist, dass eine scharfe Klinge eine gerade Schneide braucht, mit der nciht zu spaßen ist.
Die Vortäuscher, die vorgestanzten, die vorgewalzten, die vorgekanteten, die Als-ob-Stähle, sie versagen beim Gebrauch. Ein echtes Laguiole ist geschmiedet ! Der Stahl eines Laguiole entsteht unter einer Gesenkschmiede, wird Höllentemperaturen ausgesetzt und heiß geschmiedet, um die Molekühle zu kompimieren und um seinen Charakter zu stärken. Danach wird er gehärtet, um ihm die Widerstandskraft zu verleihen, die ihm ein langes Leben garantiert. Dann erst gewinnt er an Gestalt: die Form der Laguiole Klinge erhält er an großen Wasserschleifsteinen von begnadeten Schleifern, deren Vorfahren sich bei der harten Arbeit wegen der Kälte und Feuchtigkeit ihre treuen Hunde auf den Rücken legten.
Endlich kommt dann der Feinschliff, der ebenfalls von Hand erfolgt. Von Hand werden die Klingen wieder und wieder an der Schleifscheibe geschärft und poliert um ihnen Glanz zu verleihen.